Psyche und Ernährung

Besonders bei psychischen Erkrankungen sollte auf eine gesunde Ernährung geachtet werden. Es soll hier nicht suggeriert werden, dass allein durch gesunde Ernährung eine Heilung erreicht werden kann, sondern es soll eher das Bewusstsein geweckt werden, dass eine schlechte Ernährung zu einer weiteren Verschlechterung der Symptome führen kann. Die nachfolgenden Ausführungen erfolgen auf der Basis des Buches von Dr. med. Ulrich Strunz: „Das Ernährungsprogramm“ An dieser Stelle darf ich mich bei Herrn Dr. Strunz für seine Zustimmung hierfür bedanken.

Eiweiß

Dass man sich abwechslungsreich mit viel Obst und Gemüse gesund ernähren kann, wissen wir alle. Weniger bekannt ist, dass wir mehr oder weniger an einem Eiweißmangel leiden. Der tägliche Bedarf liegt bei mindestens 0,8 g Eiweiß pro kg Körpergewicht, das doppelte wenn man Sport treibt, ständig unter Stress steht oder an einer Infektion leidet. Bei einem Körpergewicht von 70 kg liegt somit der tägliche Bedarf bei 56 – 112 g. Nur als Anhaltspunkt: in 3 Hühnereiern oder 100 g Rinderfilet stecken jeweils 20 g Eiweiß. Aber was hat Eiweiß mit der Psyche zu tun? Eiweiß bzw. die einzelnen Aminosäuren sind Ausgangssubstanzen für die Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin. Depressionen entstehen durch einen Mangel dieser Neurotransmitter. Insofern sollte dieser nicht noch durch einen Mangel der Ausgangssubstanzen verschlimmert werden. Allerdings darf daraus nicht geschlossen werden, dass man allein durch eine erhöhte Eiweißzufuhr Depressionen behandeln kann.

 

Vitalstoffe

Zum Thema Vitalstoffe (Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente) wird immer wieder behauptet, dass durch eine vollwertige Ernährung kein Mangel entstehen kann. Aber hier stellt sich nicht nur die Frage ob wir das Richtige essen, sondern welche Vitalstoffe sind noch in den Lebensmitteln enthalten bis sie verzehrt werden. Bedingt durch unreife Ernte, Transport- und Lagerzeiten, Überdüngung und ausgelaugte Böden ist dies oft fragwürdig, es sei denn man baut seine Lebensmittel selbst an.

 

Nachdem der Vitalstoffbedarf sehr individuell ist, sind allgemeine Empfehlungen unsinnig. Empfehlenswert ist eine Bestimmung der Blutwerte durch einen Arzt (Orthomolekular-Mediziner) Der Fokus sollte in erster Linie im Hinblick auf die Gehirn- und Nervenfunktionen auf folgende Vitalstoffe gerichtet sein:

 

Vitamine: Beta-Carotin, Vitamin A, B1- B12, C und E

 

Mineralstoffe: Natrium, Kalium, Magnesium und Phosphor

 

Spurenelemente: Selen, Kupfer und vor allem Zink